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Termine:

21.06.15 ab 19:30: Sitzung Bezirksausschuss Gaststätte Gartenstadt

22.06.15 ab 20:00: Treffen Gartenstadt Harlaching in der Menterschwaige

GG Art 14 (2):
Eigentum verpflichtet.
Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

Bay. Verf. Art 161 (2):
Steigerungen des Bodenwertes, die ohne besonderen
Arbeits- oder Kapitalaufwand des Eigentümers entstehen,
sind für die Allgemeinheit nutzbar zu machen.

BauGB § 34 (1):
" ... zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt...; das Ortsbild darf nicht beeinträchtigt werden."

BauGB § 172 (1) Nr. 1:
„Die Gemeinde kann in einem Bebauungsplan oder durch eine sonstige Satzung Gebiete bezeichnen, in denen...
zur Erhaltung der städtebaulichen Eigenart des Gebiets...der Rückbau, die Änderung oder die Nutzungsänderung baulicher Anlagen der Genehmigung bedürfen."

BayBO Art. 81:
„(1) Die Gemeinden können durch Satzung im eigenen Wirkungskreis örtliche Bauvorschriften erlassen
1. über besondere Anforderungen an die äußere Gestaltung baulicher Anlagen zur Erhaltung und Gestaltung von Ortsbildern, ..."

 

Aktuell:

Zu dem Stadtratsbeschluss "Gartenstädte" gab es am 04.02.16 eine Veranstaltung auf der die Hauptabteilungen HA II (Stadtentwicklung) und HA IV (LBK) des Planungsreferates ihre Pläne für die Bewahrung der Gartenstädte vorstellte. Ob diese Maßnahmen den gewünschten Erfolg bringen muss sich aber erst noch zeigen.

Auf der Bürgerversammlung des 18. Bezirks wurde Ensembleschutz für Altharlaching im Bereich von Ulmenstraße, Lindenstraße, Josef-Humar-Straße und Über der Klause beantragt. Der Antrag wurde seitens der Bürgerschaft einstimmig angenommen. Die prompte Antwort vom Denkmalamt war, wie nicht anders zu erwarten, negativ. Alt-Harlaching hat gar kein erhaltenswertes Ortsbild, im Sinne des Denkmalschutzgesetzes.

Und wieder bestätigt das Verwaltungsgericht die grundsätzliche Linie des Baurechts in Gräfelfing zum Erhalt der Gartenstadt. Nur handwerkliche Mängel der Bauleitplanung müssen ausgebessert werden. Dieses verfolgen bewahrender Ziele stände auch München gut zu Gesicht.

Kollektiver Abriss der Gabriel-Max-Straße und der Harthauser Straße! So empfinden es zumindest die Anwohner. Eine geplante Stadtviertelentwicklung schaut anders aus. Die LBK hat ganz offensichtlich die Intention des Stadtratsbeschlusses schlicht nicht verstanden, oder, was Viele schon lange vermuten, sie will einfach nicht! Es wird Zeit dass der Stadtrat der LBK sagt wo's lang geht!

Die Stadtratsvorlage "Gartenstädte" ist im Planungsausschuss behandelt worden. Folgende Änderungsanträge der CSU, der SPD und der Grünen fanden Eingang. So sehen die Pressemitteilungen dazu aus: CSU, SPD, Grüne. Hier der Beschluss. Damit ist zumindest ein wenig Bauleitplanung, wie sie eigentlich vorgeschrieben und auch nötig ist, wieder auf den Weg gebracht. Das ist ein Verdienst der Bürgerinitiativen, die sich seit Jahren mit viel Einsatz engagieren. Wo es aber noch sehr hapert ist der Denkmal- und Ensembleschutz, sowie der Baumschutz und die Versiegelung.

Eine gute Nachricht für die Pasinger Villenkolonie II und ein Grund zur Hoffnung: Das Verwaltungsgericht stärkt mit seinem Urteil den Denkmal- und Ensembleschutz.

Lesen Sie hier die April Ausgabe der "Standpunkte" vom Münchner Forum, welche sich, aus aktuellem Anlaß, wiederum mit dem Schutz der Gartenstädte, sowie dem öffentlichen Nahverkehr beschäftigt. "Das Unbehagen mit der Dichte" war das Thema im März, ebenso aus aktuellem Anlaß natürlich. Ausführlich dem Thema Gartenstädte widmete sich die Juni Ausgabe des letzten Jahres der Standpunkte.

Der Fluch der Schuhschachtel: 90 Jahre Bauhaus - und was ist geblieben? Die Diktatur des Designs! (...wie ein Anfall von Würfelhusten...) Von Gerhard Matzig.

Requiem für ein anderes Leben: "...Grundhaltung von Immobilien-Konzernen, die mit ihrem völligen Desinteresse für städtische Identität überall soziale Entmischung und urbane Gleichschaltung betreiben." Dem ist wahrlich nichts mehr hinzuzufügen!

Soviel Bäume werden jährlich gefällt! Antwort auf eine Stadtratsanfrage seitens der Grünen.

"Wieviel wird denn nun versiegelt?" fragt man sich. Die Antwort lautet 23800m² pro Woche! Zu finden beim Landesamt für Statistik auf Seite 12. Da bleibt keine Frage offen...

Bis hierhin und nicht weiter: Der Investor darf nicht 30cm höher bauen als in der Harthauser Str. 87 nebenan. Das Maß überschritten: Auch die zweite Bauvoranfrage für das Bauvorhaben am Schmorellplatz 8 ist abgelehnt! Gegen die erste Ablehnung ist ein Verfahren noch anhängig. Wir sind gespannt wie es weitergeht. In der Zusammenschau mit dem Werdegang des benachbarten Grundstücks Harthauser Str. 87 weitet sich der Fall zu einem ansehnlichen Schaustück für das Verhalten von Behörden, Gerichten und Bauträgern aus. Hier:Rechtsprechung zur Stöckigkeit. Hinter den Hecken keimt die Wut - titelt die SZ über die Demonstration in der Menterschwaige. Münchner Momente - Der renitente Gartenstädtler?!?

Damit ist das Deml Geschichte! Die Oberste Baubehörde ist ebenfalls, wie die LBK, der Meinung, dass das Gebäude Ecke Vahrner/Lautererstr. als Referenzgebäude heran zu ziehen ist! Ein starkes Stück. Die Behörden tun nichts für den Erhalt des Ortsbildes Harlachings oder Münchens, die Bauträger freuts! Der Wille der Bürger zählt nachwievor nichts! So werden gewachsene Strukturen zugunsten der Kommerzialisierung beiseite geräumt. Das Recht auf Eigentum überwiegt die Verpflichtung daraus bei weitem! Presse-Chronologie: 16.11.13 - SZ / Vergebliche Liebesmüh, 25.10.13 - SZ / Letztes Aufgebot fürs Cafe Deml, 18.09.13 - Hallo M. / Ist das Deml noch zu retten?, 22.08.13 - SZ / Rettungsversuch fürs Cafe Deml, 17.06.13 - SZ / Botschaft an die Bauträger, 07.06.13 - SZ / Strandbar im Deml, 10.04.13 - Harl. Rund. / Ungewisse Zukunft, 21.03.13 - SZ / Meinungsumschwung, 12.02.13 - SZ / Neue Pläne, 29.12.12 - SZ / Sound statt Sandkuchen und schließlich 21.06.12 SZ / Café Deml deckt ab und 12.06.12 AZ / Café Deml muss schließen, wo Herr Schlehuber in zwei verschiedenen Zeitungen zitiert wird, dass er das Gebäude erhalten wolle...

Wir haben jetzt ein Konto! Die Bankverbindung lautet: KontoNr: 1668056, BLZ: 70190000, Münchner Bank. Die Spenden werden vornehmlich für die Herstellung von Flyern, Plakaten und Schildern, sowie für Raummieten, wie zB. beim Presseclub, verwendet. Da wir gemeinnützig sind, sind die Spenden in der Steuererklärung abzugsfähig.

 

Willkommen

 

Der Verein Bürgerinitiative Gartenstadt Harlaching e.V. ist eine parteilose Organisation und widmet sich vor allem dem Erhalt der Eigenart unseres Viertels und der Harlaching eigenen Lebensqualität.

Zukünftige Entwicklung des Ortsbildes

In den letzten Jahren haben wir in Harlaching eine wieder deutlich zunehmende Bautätigkeit zu verzeichnen. Das seitens der Stadt recht laxe Genehmigungsverhalten erlaubt Bauträgern erhebliche Gewinne. Im Moment zählen wir im Bezirksteil Harlaching weit über 20 Bauvorhaben. Hier handelt es sich in 90% der Fälle um Appartmentblöcke mit Luxuswohnungen, meist im einfallslosen Möchtegern-Bauhausstil. Überhaupt scheinen ästhetische Gesichtspunkte keine Rolle mehr zu spielen. Mit der Zerstörung des Ortsbildes geht ein Verlust an Lebensqualität einher den wir nicht weiter hinnehmen wollen.

In den letzten zehn Jahren wurden die Gesetze zugunsten der Investoren und einer maximalen Bebaubarkeit aufgeweicht ("beschleunigt") . So zum Beispiel die Bayerische Bauordnung von 2008. Auch wurde die Gartenstadtsatzung 2004 ersatzlos gestrichen. Der Paragraph im Bundesbaugesetzbuch "... muß sich in die Eigenart des Gevierts einfügen ..." wird ebenfalls so ausgelegt, daß die Gebäudemaße nur innerhalb der Maximalwerte (z.B. Höhe) liegen müssen. Also eben zehn Zentimeter kleiner als das höchste Gebäude im Geviert. Unabhängig davon ist aber die Form! Zehn Zentimeter kleiner als Flachdach ist entschieden wuchtiger als die gleiche Höhe ausgeformt als Giebeldach! Diese Werte können zu allem Überfluß auch noch von verschiedenen Gebäuden herangezogen werden!

Die GFZ, die das Verhältnis der Überbauung eines Grundstücks angibt, hat heute keinerlei einschränkende Wirkung mehr: Steht in näherer Umgebung ein 45m langer Gebäuderiegel mit 2000m² Wohnfläche auf einem 6000m² großen Grundstück (GFZ=0,33), so darf auf das 2000m² messende Baugrundstück ebenfalls so ein Riegel draufgebaut werden, was zu einer GFZ von 1,0 führt!

Fazit ist, dass wir Bürger die Stadt zwingen müssen dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Von sich aus hat sie offensichtlich keinerlei Interesse daran. Es fällt dann oft das Stichwort Nachverdichtung. Nur dass ja gar kein bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird! Fast ausschließlich Luxuswohnungen des obersten Preissegments werden gebaut. Für Familien mit Kindern völlig uninteressant.

Neben der Verdichtung ist die einhergehende Entgrünung das größte Problem. Im schlechtesten Fall wird bei einem Neubauvorhaben der gesamte Baumbestand entfernt. Gleichzeitig erlaubt aber die Bayerische Bauordnung eine Bebauung bis auf 3,5m an die Grundstücksgrenze heran. Da man aber weder auf die Grundstücksgrenze noch direkt an den Baukörper heran Bäume pflanzen darf oder kann, verschwinden selbige natürlich aus dem Ortsbild.

Ungleichbehandlung von Privatleuten und Investoren

Leider haben wir schon von vielen Betroffenen gehört, dass sie große Probleme mit der LBK bei Neu- oder Anbauten u.ä. haben. Wohingegen Investoren keinerlei Probleme bei der Durchsetzung ihrer Vorstellungen haben. So konnte ein 220cm umfangender Bergahorn zugunsten einer Tiefgaragenentlüftung gefällt werden. Desweiteren erzwang die Aufstellung eines Verkaufspavillons auf dem Grundstück, dass der Baukran auf die Straße ausweichen musste, welche dafür ein Jahr lang bis auf drei Meter gesperrt wird, und das trotz mehrfachem Schulbusverkehr. Die Stadt hatte die Genehmigung für die Baustellenerweiterung tatsächlich erteilt ohne die Verhältnisse vor Ort zu prüfen.

Wenn jemand einen Baum auslichten möchte oder gar fällen, dann ist das durchaus problematisch. Steht ein Baum jedoch einem Bauvorhaben im Weg ist die Fällgenehmigung kein großes Problem. Es geht noch besser: Steht der Baum dessen Wurzelraum in Mitleidenschaft gezogen wird auf dem Nachbarsgrundstück, kann es passieren, dass der Nachbar diesen Baum, sollte er aufgrund der Wurzelschäden ein Sicherheitsrisiko darstellen, auf eigene Kosten fällen muss! Hätte er ihn selbst gefällt, hätte er Strafe zahlen müssen. Wie man es auch dreht und wendet, er zahlt.

Infrastruktur

Wenn man die noch "nachzuverdichtenden" Flächen allein in der Menterschwaige hochrechnet kommt man auf einen geschätzten Bevölkerungszuwachs von mehreren Hundert Personen. Für den gesamten Bezirk wären das mehrere Tausend! Und daß bei einer Kindergartenversorgung von unter 70% und der größten Grundschule Münchens, welche aus allen Nähten platzt! Generell muss festgestellt werden daß die Stadt keine besonders vorausschauende und bürgerfreundliche Planung erkennen läßt. Es wird ein Supermarkt, ohne Nachweis von Parkplätzen, auf einer im Flächennutzungsplan für Erziehung ausgewiesenen Fläche, neben einem bereits existierenden Supermarkt genehmigt; es wird eine Straßenverengung zugunsten einer Baustelle genehmigt, ohne dass der bestehende Schulbusbetrieb berücksichtigt wird; es wird eine Kinderkrippe in einer <5m breiten, hälftig beparkten Straße, direkt neben einem Restaurant genehmigt, und dass offenbar ohne Wissen des Bezirksausschusses. Und die Kinderkrippe Ecke Nauplia-/Bozzaristraße stellt mit einer Überbauung der Grundstücksfläche (GRZ) von ca. 75% und einer GFZ von 1,6 einen neuen, unrühmlichen Rekord auf.

Wir wollen das unser Viertel so lebenswert bleibt wie es ist, und das z.B. die Versorgung mit Kindergartenplätzen oder selbstständigen Bäckern verbessert wird, und man nicht von einem Supermarkt in den nächsten fällt. Die Bebauung muß dem Erhalt der Lebensqualität und des sozialen Umfelds Harlachings gerecht werden. Anzustreben ist eine moderate Bebauung, mit nicht mehr als zwei Stockwerken plus Dachgeschoß, einer Grundstücksüberbauung von nicht mehr als einem Drittel (und zwar inklusive Tiefgarage!), sowie einer Architektur die einer Gartenstadt angemessen ist.